Über uns

Der Gründer des Mugai Ryu

Tsuji Gettan ist 1648 in der heutigen Präfektur Shiga geboren. Tsuji Gettan ist im Alter von 13 Jahren zum Yamaguchi Dojo in Kyoto gegangen, wo er bis zum Abschluss seiner Ausbildung in verschiedenen Stilen des Iaido unterrichtet wurde. Im Alter von 26 Jahren, nach einem erfolglosem Versuch, ein eigenes Dojo zu betreiben, ging Tsuji Gettan in den Azabu Kyukoji Tempel, um den Weg des Zen zu studieren. Gleichzeitig trainierte er weiter an seiner Schwertkampfkunst. Er erschließt dort grundlegende philosophische Prinzipien, auf denen sich später sein eigener, eng mit dem Zen verwobener, Stil des Mugai Ryu Iaido entwickelte. Als er 45 Jahre alt war, gelang es ihm, die Erleuchtung zu finden. (Zen-Satori)
Von dieser Erfahrung motiviert, gründete er den Stil des Mugai Ryu. Über die Jahre wurden seine Dienste von Lehnsfürsten und hochrangigen Samurai in Anspruch genommen und hoch geschätzt. Tsuji Gettan gelangt sowohl als Meister der Schwertkunst, wie auch als Gelehrter des Zen zu hohem Ansehen.
Mit 71 Jahren wird ihm die höchste Ehre einer Audienz beim Shogun zuteil, die jedoch nicht mehr zustande kommt, da der Shogun zuvor verstirbt.
Tsuji Gettan stirbt im Jahr 1728 im Alter von 79 Jahren in friedlicher und tiefer Meditation.

Ein Zitat: “Es gibt nichts außer der einen Wahrheit,
sie ist allumfassend und immerwährend.
Die vom Winde getragene Feder ist dieser
habhaft. Eintracht zu erfahren inmitten
von Verwirrung bedeutet Erleuchtung.”
“Ippo jitsu mugai
Kenkon toku ittei
Suimo hono mitsu
Dochaku soku kosei”

SOUKE – Shinshu Chikaoka
Ich wurde am 5. Januar 1960 in der Provinz Yamagata in Nord-Japan
geboren. Mit 8 Jahren begann ich das Kendo-Training, dem schon in diesem jungen Alter im folgenden Jahr ein Studium der Archäologie bei dem in Japan renommierten Priester Sakenobe-Kyokusho folgte. Mit 10 Jahren begann dann meine Ausbildung im Zen unter der Leitung von Priester Nindo, und zwei Jahre später, 1972, kamen Unterweisungen in der Kunst des Judo hinzu. Leider zwang mich 1977 ein schwerer Verkehrsunfall, meine Ausbildungen in den drei oben genannten Lehren bis zu meiner vollständigen Genesung aussetzen zu müssen.
Im Jahr 2004 lernte ich dann Niina Gosoke kennen. Mir war klar, dass ich diese wunderbare und faszinierende Kampfkunst, den Iaido, erlernen wollte, und so gelang es mir mit meinem Vorwissen schnell Fortschritte zu machen. 2007 wurde mir dann der 6.Dan, Reishi der Mugairyuu-Iaido, Meishiha verliehen, und ich eröffnete mein eigenes Dojo, das “Keizankai Dojo” in Tokio. Über Bekannte lernte ich Karsten Gerhards kennen. Meine Liebe zu Deutschland und seiner Kultur brachte mich zu dem Entschluss, Ihn zu bitten, in Düsseldorf in meinem Namen Dojo zu eröffnen. Seit dem 29.10.2014 durch bestandene Prüfung, bin ich jetzt 7. Dan und kann von jetzt auch an Dan Prüfungen abnehmen. Hoffentlich kann ich bald wieder nach Deutschland kommen um zu lehren und zu unterrichten.

Nun nach Jahren des Lernens habe ich ich mich entschlossen den Meirin Mugai Ryu Style zu Gründen. Da ich jetzt 2015 zum Soke ernannt worden bin und alle nötigen Prüfungen abgelegt habe. Ich würde mich sehr freuen Sie bei mir begrüßen zu dürfen.

Seien Sie mir Herzlich Willkommen.

7. Dan Shihan Europa – Genshu  Nobuhiko Kameo
1985 wurde ich in Kamakura, in der Kanagawa Präfektur, geboren. Im Januar 2009 begann ich, im Alter von 23 Jahren, das Iaido-Training und war beeindruckt von den Lehren meines damaligen Sensei Shinshu Chikaoka. Ich trat seinem Keizankai-Dojo bei und folgte ihm auch 2015 auf seinem Weg einen eigenen Stil zu gründen: Meirin Mugairyu.

“Budo” ist das Finden des Weges des Kriegers (bushi), auch Bushido genannt. Beim Meirin Mugairyu lernen wir Bushido folgendermaßen: Zunächst lernen wir nur die Bewegungen. Dann lernen wir die Bewegung um einen Feind zu töten, wenn es zu einem richtigen Kampf käme, was als Jyutsu bezeichnet wird. Jyutsu hat keine Eleganz und ist zudem gefährlich, da es nur dem Zweck folgt zu töten – es ist nicht gut für den Weg des Kriegers. Deshalb machen wir beim Meirin Mugairyu das Jyutsu eleganter, schöner, aber dennoch effektiv, um daraus eine Übungsfigur (kata) zu machen.

Der neue Weg von Chikaoka Soke war neu für mich, aber sehr erfrischend und bereichernd. Also trainierte ich hart, auch wenn ich viel arbeiten musste, und bestand im Februar 2013 meine Trainer-Prüfung. Im August darauf reiste ich nach Deutschland, um die Mitglieder vom Keizankai Düsseldorf zu unterrichten und ich war beeindruckt über den Enthusiasmus und Ehrgeiz der deutschen Schüler.

Zurück in Japan übernahm ich die Aufgabe alle ausländischen Schüler zu unterrichten und den Meirin Mugairyu Stil außerhalb Japans zu verbreiten.

Ich möchte den Interessierten aus aller Welt vermitteln, wovon ich damals so beeindruckt war und noch immer bin: dem Budo von Chikaoka Soke.

 

5. Dan Shidouin – Karsten Gerhards
Zu meiner Person: Schon als Kind war mein Interesse an Kampfsport und Kampfkunst sehr groß. Ich versuchte mich in vielen Sportarten, um schnell zu merken, dass mein Herz mit Faszination und Verbundenheit mehr für die Japanischen Künste schlägt, für das Leben der Samurai, das Katana, die Philosophie Bushido, Zen und die japanische Kultur. Ich fand im März 2009 in Köln eine Schule, die genau diese Interessen vertrat und mir verhalf, meinen Weg als Samurai zu beschreiten.
Durch den Meister, den ich dort kennen lernen durfte, Chikaoka Sensei (Heute Soke), erfuhr ich, was einen wirklichen Samurai und Ehrenmann ausmacht. Meine Aufgabe ist es nun, Meirin Mugai Ryu in seiner reinen Form und allen Facetten in Düsseldorf beim gemeinschaftlichen Training an Schüler weiter zu geben. Dazu habe ich vom obersten Soke dieses Verbandes in Japan die offizielle Erlaubnis zum Shibucho bekommen. Zusätzlich arbeite ich in engem Kontakt mit dem „Japanischen Club Düsseldorf“, der jedes Jahr auch den Japantag mit organisiert. Dort werden die verschiedenen Facetten der traditionellen japanischen Kultur präsentiert. Ich verstehe Kampfkunst als einen Weg, der nicht auf das Dojo beschränkt ist – es ist die Arbeit an sich selbst und ein Leben nach den reinen Prinzipien des Bushido. Jetzt seit 10 Jahren am lernen.
Gemeinschaftliches Training auf Deutsch und Englisch möglich.

 

3. Dan Shibucho – Stefanie Kobayashi
Zur meiner Person: Ich bin Halbjapanerin und die Gebräuche und alten Traditionen meines Vaterlandes haben mich von klein auf fasziniert. Anfang des Jahres 2012 habe ich mit Mugai Ryu in der Gruppe Keizankai Düsseldorf begonnen. Kurz nachdem ich die Gruppe im Internet gefunden hatte, fand ein Seminar mit meinem heutigen Lehrer und Meister Shinshu Chikaoka Sensei statt. Vielleicht war das Schicksal da maßgeblich beteiligt. Ich wurde Mitglied in einer speziellen Frauengruppe, die als Zusammenschluss vieler unterschiedlicher Gruppen innerhalb des Meirin Mugai Ryu Verbandes entstand, und lernte beim Meirin Mugai Ryu Seminar in Japan im Sommer 2013 Chikaoka Soke Meirin Mugai Ryu laihyoudo Soke kennen.

Ich bekam die Möglichkeit, hier in Düsseldorf, mit der Zusage von Chikaoka Sensei als Fukushibucho stellvertretend neben Karsten Gerhards sein Dojo zu leiten. Nun möchte ich weiter lernen in dieser alten, aber wundervollen Kampfkunst und sie weitergeben. Neuen möchte ich im Geist des Zen sowohl eine körperliche, als auch eine geistige Schulung anbieten. Gemeinsames Training ist auf Englisch und Deutsch und etwas Japanisch möglich.

2.Dan Fukushibucho – Tim Schmidt

Eine Vielzahl an unterschiedlichen Herkünften wohnen in mir, die auch mein Interesse an den Kampfkünsten begründen. Geboren 1974 in Seoul, Korea, aber aufgewachsen in Deutschland begeisterte ich mich schon von Kindesbeinen an für Ritter und Samurai. Das Mittelalter, sowohl in Europa, aber auch in Japan, hatten es mir angetan.

Als Jugendlicher begann ich zunächst Tae Kwon Do zu lernen. Auf der Suche nach einer Kampfkunst und weniger nach einem Kampfsport gelangte ich zum Iaido, das ich in der Stilrichtung Muso Shinden Ryu begann. Hier befasste ich mich auch intensiv mit den philosophischen Aspekten der Kampfkünste: Zen und Budo. Später kam Niten Ryu hinzu. Langjährige Zwischenstationen in historischer europäischer Kampfkunst und olympischen Fechten sowie fünf Jahre als Trainer brachten mich zurück zu meinen Wurzeln.

In Meirin Mugai Ryu entdeckte ich eine Kampfkunst, die mich sofort begeisterte. Effektiv, simpel und dadurch komplex. Durch die vorgelebte Begeisterung meiner Meister, sowohl durch Karsten Gerhards, aber auch durch Kameo Shihan, bin ich bestrebt, immer tiefer in den Stil einzutauchen.

Als Co-Trainer möchte ich diese Begeisterung weitergeben und meine Erfahrungen in unterschiedlichen Stilen dazu nutzen, ein breitgefächertes Verständnis der Schwertkampfkunst zu erzeugen.